Ein Volk von Botschaftern

Der Süddeutschen Zeitung zufolge startet die israelische Regierung gerade eine ziemlich bescheurte PR-Aktion, die Israelis im Urlaub oder sonstwie im Ausland mit Argumenten beliefern soll, weshalb die Vorurteile, die über das Land so kursieren, falsch sind: „Unter der Rubrik ‚Mythos und Wirklichkeit‘ zum Beispiel ist nachzulesen, warum es falsch ist, dass die Israelis nur Falafel oder Hummus essen und alle Frauen mit Kopftüchern herumlaufen. Zugleich jedoch wird auf der Internetseite auch mit vermeintlichen politischen Mythen aufgeräumt. Warum die Siedler kein Hindernis für den Frieden sind, warum Israel keine Verpflichtung hat zum Rückzug auf die Grenzen von 1967, warum die Juden sowieso schon viel früher da waren als die Araber – all das wird ausführlich erklärt. Dies allerdings hat auch innerhalb Israels die Kritiker auf den Plan gerufen, weil diese Punkte allein die Ideologie der rechtsgerichteten Regierung widerspiegelten. “

Da fällt mir ein, dass die sozialliberale Bundesregierung vor gut dreißig Jahren mal was ähnliches gestartet hat, damit man in dem Teil des Auslandes, der für sie relevant war, nicht mehr glaubte, in Westdeutschland würden Lokomotivführer auf die Straße gesetzt, nur weil sie der Kommunistischen Partei angehörten. Die PR sah so aus und ich hoffe man erkennt was (aus Stern 34/1978).